Ab und an erlebt man als Jäger doch die ein oder andere Überraschung. In der letzten Woche aber kam es ganz dicke. Plötzlich sichtet man einen Bock, wenn man es am wenigsten erwartet. Schnell das Handy gezückt und das Stück natürlich in mangelhafter Qualität verewigt. Dennoch verbergen sich tolle Geschichten hinter den Aufnahmen.
Vor zwei Wochen befand ich mich mit einem Freund zur Abwechslung auf einem kleinen Angelabenteuer auf den wunderschönen Seen im Süden Norwegens. Nachdem in den Morgenstunden Hecht, Barsch und Zander nachgestellt wurde, schleppten wir zwischen den Steil abfallenden Ufern des Vansjo. Ein Biss blieb leider aus. Dafür wurden wir positiv von einem anderen Naturschauspiel überrascht:
Wir erblickten in etwa 100m Entfernung ein schwimmendes Objekt. „Was ist das denn?“, schauten wir uns fragend an. „Das ist ein Bock!“ Ganz klar, da schwamm tatsächlich ein Bock über das ca. 400m breite und 25m tiefe Gewässer. Am kräftigen Gehörn war er ganz klar zu erkennen. Nur Träger, Haupt und Trophäe ragten aus dem Wasser. Am helligen Tage, direkt vor uns wechselte das Stück über den See.
Schnell wurde das Handy gezückt und versucht dieses tolle Naturschauspiel einzufangen. So etwas hatten wir beide noch nicht gesehen. Langsam tuckerten wir vor uns hin, um das Tier nicht zu beunruhigen.Er war erstaunlich schnell und bewältigte die Strecke in Kürze. Er erreichte das andere Ufer. Mit einem kräftigen Satz sprang er aus dem Wasser und sicherte sofort in unsere Richtung. Zweifelsohne hatte er uns bemerkt. Im Wasser konnte er allerdings nichts weiter tun außer zu schwimmen. Am Ufer eräugte er uns und sprang flüchtig ab, die steilen Felswände empor und verschwand in Windeseile in der Tiefe des Waldes.
Was für eine tolle Überraschung beim Angeln eine Bocksichtung der ganz ungewöhnlichen Art erleben zu dürfen.
Vor ein paar Tagen dann die nächste Überraschung. Mein Nachbar rief mich in der Früh um 5Uhr an: „Andreas, bei uns steht ein Rehbock direkt hinterm Haus im Garten.“ Eh ich jedoch völlig verschlafen am Fenster war, muss er schon weggewesen sein.
Am Nachmittag kehrte ich mit meiner Freundin im Auto nach Hause zurück. Sie sahs am Steuer und stieg wie vom Blitz getroffen in die Eisen. „Da ist er…!“ Kaum zu glauben aber da stand er tatsächlich 40m vor uns an der Hecke, gerade mal 30m vom Grundstück entfernt. Meine Freundin sagte: „Er hat bestimmt seinen Tageseinstand in der Hecke!“ Schnell griff Sie nun zum Handy und lichtete die Szene ab. Der Bock, geschätzt 2 jährig, über Lauscher hohe Trophäe, ließ sich nicht beirren. Er sicherte eine Weile und wechselte ohne Hast in die Hecke.
Gut zu wissen, dass wir einen Bock direkt in der Nachbarschaft begrüßen dürfen. Da erscheint der Weg ins Revier ja gerade schon überflüssig. Auf jeden Fall auch ein tolles Erlebnis, dass den Tag besonders werden ließ.
Hatten Sie ähnliche Erlebnisse, überraschende Wildsichtungen oder zufällige Begegnungen, die Sie auf Foto bannen konnten? Es wäre toll ähnliche Geschichten hinter solchen Bildern zu erfahren. Schicken Sie uns Ihre Bilder und lassen Sie andere Leser an tollen Erlebnissen teilhaben.
Stehts Waidmannsheil!
Andreas Dunsch
Guten Tag, wir sind zufällig auf Euren Jagdblog gestossen und sind begeistert. Es sind Aufnahmen, die wir in der Schweiz, in der die Revierjagd nur in einigen Kantonen zugelassen ist, höchstens als seltenen Ereignisse zu sehen bekommen. Leider sind die Aufnahmen etwas undeutlich aber trotzdem zu erkennen. Wir führen auch zwischendurch einen Blog hier in der Schweiz, dürften wir allenfalls die Story einmal verwenden und dich dabei vermerken? Liebe Grüsse vom http://www.jagdspot.ch – Team.
Moin,es freut mich, dass Euch der Beitrag gefällt! Natürlich dürft Ihr unter Angabe der Quelle, den Beitrag für Euren Blog benutzen.
Waidmannsheil