Vor einiger Zeit haben wir einen Artikel zum Thema Tarnung die für die Jagd geschrieben, hierbei haben wir erklärt, wie das Wild die Umgebung wahrnimmt und welche Farben für einen Jäger relevant sind. In dem folgenden Artikel wollen wir gerne auf ein speziellen Tarn eingehen, der bisher eher im behördlichen Bereich verwendet wurde und ein Produkt, welches diesen Tarn verwendet.

Was ist Concamo?

Concamo ist ein in Deutschland entwickeltes Tarnmuster, welches auf der Wahrnehmungs-Psychologie basiert. Das Concamo-Tarnmuster besteht aus 25 übereinander angeordneten Ebenen, die eine chaotische Illusion erzeugen. Das Unterbewusstsein wird durch das Tarnmuster überfordert und erkennt darin natürliche Formen.

Das Tarnmuster ist in drei verschiedenen Farben erhältlich. Concamo Green ist das Universaltarnmuster für den mitteleuropäischen Mischwald, Concamo Brown wurde für herbstliche und winterliche Wälder in Mitteleuropa und den USA entwickelt und Concamo beige ist ein Tarnmuster für besonders trockene Regionen. Auf der nebenstehenden Grafik erkennt man die drei unterschiedlichen Tarnmuster vor Laub sowie mit Vegetation im Hintergrund. Die linke Seite der Grafik zeigt die „Wildsicht“, sprich die Rot- und Grüntöne sind etwas entsättigt.

Concamo Farbtafeln II

In unserem Test hatten wir u.A. den Compact-Poncho sowie den Ghost-Hoodie von Ghosthood zur Verfügung.

Was ist der Unterschied zwischen Compact-Poncho und Ghost-Hoodie?

Die Namen sagen es im Grunde schon aus, der Compact-Poncho ist eine kleine, sehr leichte Variante des Tarnponchos mit weiniger Zusatzoptionen als sein großer Bruder der Ghost-Hoodie. Die wesentlichen Unterschiede liegen darin, dass der Compact-Poncho nur 260gr wiegt, nur über kleine Befestigungen für die Hände verfügt und kein Netzgewebe vor den Augen hat. Der Ghost-Hoodie hingegen wiegt ca. 395gr, deckt deutlich mehr Fläche ab, die Hände können zusätzlich durch einen Tarnüberzug getarnt werden und das komplette Gesicht ist verschleiert. Auf der nebenstehenden Grafik kann man den Unterschied bei der Tarnung der Hände sehen. Zusätzlich hat der Ghost-Hoodie noch Zotteln über den gesamten Hoodie verteilt, die einen 3D-Effekt hervorrufen oder zum Anbringen weiterer Tarnmaterialien genutzt werden können.

Concamo Ghost Hoodie

Einsatz im Revier

Durch die sehr leichte Bauweise und das kompakte Packmaß, kann man beide Ponchos leicht in der Beintasche oder Rucksack transportieren und wenigen Handgriffen überziehen. Beide Ponchos kann man in drei einfachen Schritten auf ein geringes Packmaß bringen, die folgenden Bilder zeigen, wie es geht:

Auf diese Weise zusammengepackt, lassen sich die Hoodies schnell wieder entfalten und fast in der Bewegung überwerfen. Der entscheidende Vorteil des Ghost-Hoodie ist es, dass keine zusätzlichen Tarngegenstände, wie Masken, Handschuhe etc. benötigt werden. Zudem ist der Ghost-Hoodie ausreichend groß, um auch den Rucksack abzudecken bzw. im Anschlag die Waffe.

Einen Nachteil hat das sehr leichte Gewebe der Ponchos, man bleibt leicht an Ästen oder rauen Oberflächen (in unserem Fall Brombeeren) hängen. Das Material hat sich in den meisten Fällen so weit gedehnt, dass es nie gerissen ist bzw. wir rechtzeitig gemerkt haben, dass wir festhängen.

Zum Tarnmuster selbst gibt es nur zu sagen, dass im Herbst die beiden Farbtöne Braun und Grün gleichermaßen eine Berechtigung haben. Auf der folgenden Grafik haben wir erneut die Wildsicht (grün und rot entsättigt) und Menschensicht gegenübergestellt.

Aus der Sicht des Wildes ergeben sich wahrscheinlich kaum Unterschiede zwischen den beiden Tarnfarben. Aus unserer persönlichen Sicht ist die Tarnwirkung des grünen Tarnmusters höher so bald nur die geringste Vegetation zu sehen ist. Auf dem folgenden Bild sieht man Gasti in Bewegung mit braunem Concamo am Oberkörper und einer grünen Concamohose; dies ist wahrscheinlich die besten Tarnmusterkombination für herbstliche Mischwälder und den aufrecht gehenden Jäger. Je näher man dem laubbedeckten Boden kommt, desto eher bietet sich der braune Concamotarn an.

Fazit

Uns gefällt der Tarnponcho sehr gut, weil er klein leicht und kompakt ist. Wir werden den Poncho dieses Jahr in der Schonzeit für die Jagd auf Kanin nutzen und im Sommer zum Blatten. Sicherlich kann man den Poncho auch für die Krähenjagd nutzen allerdings ist der Flintenanschlag mit einem Poncho nicht ganz einfach auszuführen. Aus unserer Sicht ist der Tarnponcho in der Farbe grün beim Blatten sehr gut aufgehoben. Momentan tendieren wir zu der etwas teureren Variante, da man hier die Waffe ebenfalls abtarnen kann und das Gesicht komplett verschleiert ist (somit spart man sich die Gesichtshaube). Zwei weitere große Pluspunkt der Ghost-Hoddies bzw. des Compact-Ponchos ist das äußerst leise Material, welches zuverlässig auch bunte Farben abdeckt.

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