Zunächst haben wir die Zielfernrohre der Firma Trijicon im Dienst kennengelernt und waren von der Bildqualität, der Haltbarkeit und der Verarbeitung begeistert. Leider haben wir damals in Deutschland keine Jagdoptiken von Trijicon bekommen können, bis Martin von einer Schwedenreise für alle Optiken mitgebracht hat. Auch die Jagdoptiken konnten uns ebenso, wie die militärischen Optiken von Trijicon, begeistern. Mittlerweile sind die Trijicongläser auch in Deutschland (u.A. bei der Akademie für Jäger und Sportschützen) verfügbar und dies gab uns die Gelegenheit, diese hervorragenden Gläser zu testen.

Was macht die Trijicongläser so gut?

In erster Linie ist die Bildqualität der Optiken von Trijicon sehr gut. Durch die „Fully multi-coated, broadband, anti-reflective glass“ hat man eine extrem gute Randschärfen und eine sehr hohe Bildqualität. Die Absehen der Optiken sind so gestaltet, dass man schnell Ziele erfassen kann und nicht durch ein überdimensioniertes Absehen abgelenkt wird. Zudem kann man bei Trijicon in der zwischen einen grün und rot beleuchtetem Absehen wählen. Das Absehen hat 10 Helligkeitsstufen (drei Helligkeitsstufen für Nachtsicht) und kann somit an alle Lichtverhältnisse angepasst werden. Das Absehen selbst ist sehr fein und weist keine unterschiedlichen „Dicken“ auf.

Das Design des Glases orientiert sich an der Praxis und geht nicht nach schönem Aussehen. Durch den Cattail kann die Vergrößerung leicht verstellt werden (auch in der Nacht) und man hat einen Referenzpunkt für die Vergrößerungseinstellung, der leicht zu ertasten ist. Nicht nur am Cattail, sondern an der gesamten Verarbeitung und Haptik des Glases erkennt man, dass dieses für raue Einsätze und alle Witterungsbedingungen konzipiert wurde.

Über die niedrig abgedeckten Verstelltürme lässt sich das Glas sehr einfach justieren. Man fühlt jeden Verstellschritt und die Verstellung ist sehr präzise. Verstellt wird die Optik in ¼ MOA Schritten für sehr präzisen ausrichten des Absehens. Die Optik verfügt nicht über einen Parallaxenausgleich ist aber auf 100m parallaxenfrei. Das Absehen befindet sich in der zweiten Bildebene, wodurch ein Vergrößerungswechsel keine Auswirkungen auf die Größe des Absehens hat. Bei höchster Vergrößerung (10-fach) beträgt der Abstand zwischen den beiden äußeren Zielstacheln 58cm auf 100m. Passt der quer stehende Bock zwischen die beiden Zielstachel, ist er ca. 120m entfernt. Die Optik hat einen 30er Mittelrohrdurchmesser. Hierfür findet man bei nahezu allen Montageherstellern eine gute Montage.

Welche Konfiguration haben wir gewählt?

Da wir oft in verschiedenen Revieren innerhalb Deutschlands jagen, haben wir eine leicht zu transportierende Waffe für die Optik gewählt und eine Montage, die es zulässt, verschiedene Vorsatzoptiken zu montieren. In unserem Fall haben wir eine BERGARA BA 13TD mit einem HAUSKEN Schalldämpfer im Kaliber .308 Win benutzt. Bei der Montage haben wir auf eine SPUHR Hunting Series Montage mit 36er Bauhöhe zurückgegriffen, da diese genügend Platz für die Montage eines PULSAR Krypton, DIPOL TFA Pointer und das DIPOL D400 DNS geboten hat. Das Pointer sowie das D400 kann man auch mit einer 34er Bauhöhe montieren. Für die Montage der Vorsatzgeräte benötigt man im Fall der Trijicon Optik einen 65er Adapter.

Auf diese Weise ausgestattet konnten wir mit der Tageslichtoptik, mit einem Nachtsichtvorsatzgerät und Wärmebildvorsatzgerät jagen gehen (angepasst an die rechtlichen Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes).

Materialtest

Vor der ersten Jagd haben wir den Schießstand besucht und die diversen Optiken miteinander getestet. Nach dem Einschießen der Trijicon Optik haben wir einen obligatorischen Box-Test geschossen. Hierzu haben wir 6 Schussgruppen innerhalb einer 0x10x10x20x10x10 Box geschossen. Die Wiederholgenauigkeit war hier gegeben (was ein Box-Test ist, haben wir bereits in einem anderen Artikel beschrieben, einfach hier klicken). Eine Ablage beim Vergrößerungswechsel konnten wir auf den 100m-Bahn nicht feststellen (allerdings sind 100m nicht besonders aussagekräftig, machen wir bei Gelegenheit nochmal auf 300m).

Auch das Zusammenspiel der Trijicon mit den verschiedenen Vorsatzgeräten war gut. Der Abstand vom Schalldämpfer zur Vorsatzoptik war ausreichend (ca. 4mm beim Krypton). Lediglich das Krypton bedurfter einer kleinen Korrektur. Da wir die Geräte am Tag eingeschossen haben, kamen die drei niedrigen Helligkeitsstufen der Absehenbeleuchtung nicht zur Geltung. Allerdings konnten wir dies bei Nacht testen.

Die SPUHR-Montage hielt, was sie versprochen hat. Wir haben die „normale“ 36er Montage für 30er Mittelrohre verbaut. Diese Montage ist einfach zu installieren und hält die Optik fest im Griff. De Montage wird mit vier Schrauben an der Picatinny-Schiene der BERGARA verschraubt und jeweils vier Schrauben pro Ring halten die Optik in Position (beim Drehmoment der Ringschrauben auf die Bedienungsanleitung des Optikherstellers achten!).

Jagd mit der Trijicon Credo HX 2.5-10×56

Es war in vielerlei Hinsicht hilfreich, dass die Vergrößerung der Trijicon Optik bereits bei 2,5-fach beginnt. Nicht nur, dass die Vorsatzgeräte zu große Vergrößerungen nicht immer vertragen, spielt die Vergrößerung beim Ansitz im Wald auch eine große Rolle. So schießt man im Wald meist auf Entfernungen unterhalb von 100m, hier ist eine zu große Grundvergrößerung eher hinderlich. Durch die variable Vergrößerung war der Wechsel zwischen Wald- und Feldrevier jedoch kein Problem. Die 10-fach Vergrößerung ließ ein Beobachten bis 400m problemlos zu und das Schießen auf Kirrungsdistanz war ebenfalls kein Problem.

Sautod mit Trijicon Credo HX
Fazit

Damals wie heute produziert Trijicon hervorragende Optiken. Gut hat uns der der Vergrößerungsbereich von 2,5 bis 10 und das feine Absehen gefallen. Hierdurch wird die Optik zu einer sehr guten Tageslichtoptik für die Wald- und Feldjagd. Auch das Zusammenspiel der Optik mit den Vorsatzgeräten war gut. Bei der Verwendung eines Nachtsichtvorsatzgerätes machen sich die drei niedrigen Helligkeitsstufen für Nachtsichttechnologie positiv bemerkbar. Durch die geringe Beleuchtung nimmt man das Absehen stets war, ohne dass dieses zu sehr in Vorschein tritt.

Leider sind die Optiken der Firma Trijicon nicht günstig, wobei es schwer ist eine gute und günstige Optik für die BERGARA zu finden. Hier kann man auch auf die Produkte der Firmen DDOptics oder VIXEN zurückgreifen. Die Optiken der Firma VIXEN wurden in Deutschland auch mit dem Label NOBLEX vertrieben.

Nachdem wir nun die CREDO HX von Trijicon getestet haben, werden wir in Vorbereitung auf die Drückjagdsaison dazu übergehen die Trijicon CREDO 1-6×24 Optik zu testen. Dies ist eine eher spezielle Optik zur schnellen Zielerfassung mit verschiedenen Vorhaltemarken. Alle Optiken von Trijicon und auch die Optiken der Firma VIXEN können Sie über die Akademie für Jäger und Sportschützen beziehen.

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