Wer uns schon länger kennt weiß, dass wir gerne neue Sachen/ Techniken ausprobieren und versuchen alles wertneutral darzustellen. So haben wir letztes Jahr alternative Ansitzeinrichtungen ausprobiert und dieses Jahr widmen wir uns dem Thema der Nachhaltigkeitskonzepte in der Jagd. Hierzu gehört auch, wie wir uns in das Revier bewegen. Wir alle hoffen leicht bepackt in das Revier zu gehen und schwer beladen mit Wildbret wieder herauszukommen, doch wie macht man das ohne Auto?

An dieser Stelle wollen wir nicht zu weit ausholen, was Nachhaltigkeit im Detail für die Jagd bedeutet, sondern stellen fest, dass Nachhaltigkeit im Grunde das Schonen von Ressourcen bedeutet. Unser erster Ansatz der Ressourcenschonung für dieses Jahr, ist der Umstieg von dem Auto auf das Fahrrad sowie der Wille den Großteil der Strecke im Revier zu Fuß zurückzulegen. Um fair zu bleiben, müssen wir erwähnen, dass wir keine lange Anfahrt in unser Revier haben und aus diesem Grund der Verzicht auf das Auto leichtfällt, dennoch gibt es einiges zu beachten bzw. muss Ausrüstung beschafft werden, die den Transport von erlegtem Wild zulässt.

Wie fangen wir an mit dem Fahrrad und aus dem Rucksack zu jagen?

Wir haben uns dafür entschieden beim Fahrrad zunächst auf bestehendes Material zurückzugreifen. So viel unsere Wahl des Fahrrads auf ein bereits gekauftes Tourenrad mit einem Kinderanhänger, der bis zu 60kg Zuladung hat (eine Wildwanne passt gerade so rein) und das Ganze in der Hoffnung, dass die Frau es nicht sofort mitbekommt. Zudem haben wir uns einen anständigen Rucksack für schwere Lasten zugelegt, doch hierzu später mehr. Weiterhin haben wir unsere Aufbrechausrüstung so aufgestockt, dass wir leicht allein im Revier aufbrechen und das Wild für den Transport vorbereiten können. Im Detail gehört zu der Aufbrechausrüstung:

Man benötigt nicht zwangsläufig alle Gegenstände. So kann man auch auf den Flaschenzug, Zerwirkhilfe und das Fliegennetz verzichten, wenn man liegend aufbricht und das Wild sofort abtransportiert. In den kalten Monaten besteht jedoch die Möglichkeit Wild im Revier auskühlen zu lassen. Wenn man sich hierfür entscheidet, bieten sich die oben genannten Ausrüstungsgegenstände an. So kann man hängend aufbrechen und danach das Wildbret mit dem Fliegennetz vor Insekten etc. Schützen. Neben dem Material für das Aufbrechen des Wildes muss man zusätzlich Transportkapazität für folgendes einplanen:

Ob man eine Beobachtungsoptik und ein Stativ/ Zielstock benötigt hängt stark davon ab, wie man jagd. Verfügt das Revier über viele Ansitzeinrichtungen, kann man sich diese Ausrüstungsgegenstände ebenfalls sparen.

Wohin mit dem ganzen Material?

Zum Transport des Materials haben wir uns für einen Lastenrucksack entschieden, der es zusätzlich ermöglicht den Wildkörper zu transportieren. Uns standen mehrere Rucksäcke zur Auswahl, der Eberlestock F1 Multiframe mit Vapor Rucksack, die CATOMA Switchblade (die Gasti vertreibt), das Elite Packsystem von Alpsoutdoorz und die Carbon Lastenkraxe mit 35L Rucksack der Firma HEP Carbon aus Österreich. Nicht nur, weil wir uns unseren Brüdern aus Österreich näher fühlen als den Amerikaner, sondern auch wegen dem überzeugenden systemischen Ansatz von Christian Fleischhacker (Geschäftsführer HEP Carbon) haben wir uns für die Carbonlastenkraxe entschieden. Zudem fällt die Switchblade von CATOMA auf Grund des hohen Anschaffungspreises raus.

Das Prinzip einer Lastenkraxe ist denkbar einfach; diese besteht meistens aus einem Rucksackgestell, mit Alurahmen, worauf man schwere Lasten verzurren kann. In den USA und in Österreich/ Schweiz werden diese Transporthilfen für den Abtransport von Wildfleisch verwendet, da man in diesen Regionen weit ab befahrbarer Straßen jagd. Der Markt, der Lastenkraxenhersteller ist sehr überschaubar, noch enger wird der Markt für Hersteller von Lastenkraxen, die mit Rucksäcken verbunden werden können. Die wichtigsten Hersteller wurden bereits benannt, hier finden Sie die Hersteller:

  1. HEP Carbon aus Österreich (Lastenkraxen mit Rucksack und Binopack)*
  2. EBERLESTOCK aus den USA (Modular Frames with Backpacks)
  3. ALPSOUTDOORZ (Frames with optional Backpacks)
  4. CATOMA (Tragesystem „Switchbalde“ für schwere Waffen)

Was kann die Carbonlastenkraxe von HEP Carbon?

Die Carbonlastenkraxe von HEP Carbon wurde durch den Werkstoffingenieur Christian Fleischhacker entwickelt und in der momentanen Ausführung gestaltet. Dabei ist die Lastenkraxe nicht allein zu betrachten, Christian hat gleich ein komplettes Tragesystem ähnlich der Switchblade von CATOMA entwickelt. Das Tragesystem von Christian umfasst:

  • Eine Lastenkraxe aus Carbon mit Rucksacktragegestellt „Sherpa 2.0“
  • einen 35l Gebirgsjagdrucksack „Gladiator“
  • eine Wildtragetasche
  • zusätzliche Taschen für kleine Ausrüstungsgegenstände
  • eine Tragevorrichtung für Gewehre
  • sowie eine Fernglastasche Binomaster
HEP Carbon Lasetntrage, Rucksack und Binopack

Aufmerksam wurde auf das Tragesystem von Christian über seine Homepage. Auf den ersten Blick fanden wir die Seite gut, weil wir sofort erkannt haben, dass diese von Menschen gemacht wurde, die wie wir zur Jagd gehen. Für den Test haben wir uns die Lastenkraxe, den Rucksack, das Binopack, die Wildtragetasche sowie drei zusätzliche Taschen für den Rucksack bei Christian besorgt.

Zusammenfassung Teil I

Nachdem wir im ersten Teil unserer Artikelserie zu Lastenrucksäcken geklärt haben, wie wir zu der Entscheidung für die Carbonlastenkraxe gekommen sind, werden im nächsten Teil die Funktionen des Rucksacksystems im Einzelnen besprechen. Hierbei wollen wir auch darstellen, wie man ein Tragesystem zusammenstellen kann und wie der Transport von Wild funktioniert.

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