🖋 Ein Gedanke zum Sonntag
Der Februar fühlt sich anders an.
Der Winter ist noch da, aber er wirkt nicht mehr so fest. Die Kälte hält sich, doch sie hat an Schärfe verloren. Und im Revier liegt etwas in der Luft, das man nicht greifen kann – aber spürt.
Es ist keine Unruhe.
Eher ein leises In-Bewegung-Kommen.
Nach den stillen Januartagen fällt mir auf, wie sich der Blick verändert. Spuren wirken frischer. Geräusche deutlicher. Selbst die Stille klingt anders als noch vor ein paar Wochen. Nicht aufgeregt, sondern aufmerksam.
Ich merke, dass diese Veränderung nichts mit Tun zu tun hat.
Man muss nichts beginnen, nichts beschleunigen. Es reicht, wahrzunehmen. Das Revier zeigt an, dass Zeit vergeht – ohne uns zu fragen, ob wir bereit sind.
Der Februar zwingt nicht zum Handeln.
Er lädt zum Beobachten ein.
Zu erkennen, dass Übergänge selten klar markiert sind. Dass Wandel nicht mit einem Datum beginnt, sondern sich langsam ankündigt.
Nicht jeder Wandel beginnt laut – manche kündigen sich leise an.
Vielleicht ist das die passende Haltung für diesen Sonntag: nicht nach vorne zu drängen, sondern offen zu bleiben. Wach für das, was sich verändert, ohne es festhalten zu wollen. Noch ist nichts entschieden. Noch ist vieles offen.
Und genau darin liegt etwas Beruhigendes.
Ich wünsche dir einen ruhigen Februar-Sonntag.
Mit wachem Blick, klarer Luft und dem Gespür für die leisen Zeichen, die zeigen, dass nichts stehen bleibt – auch wenn es sich manchmal so anfühlt.

















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