🖋 Ein Gedanke zum Sonntag
Es gibt Sonntage, an denen fällt das Schreiben schwerer als sonst.
Nicht, weil es nichts zu sagen gäbe – sondern weil das, was gesagt werden muss, mit Verantwortung einhergeht.
In den vergangenen Tagen wurde ein Jagdhund öffentlich zum Objekt gemacht. Nicht als Gefährte, nicht als Partner, sondern als Mittel zum Zweck. Begleitet von Worten und Bildern, die mehr auf Aufmerksamkeit zielten als auf Einordnung. Mehr auf Wirkung als auf Haltung.
Darüber kann und darf man nicht hinwegsehen.
Der Jagdhund ist kein Werkzeug.
Er ist kein austauschbares Element einer Inszenierung.
Und er ist ganz sicher kein Objekt für Demütigung oder Gewalt – gleich in welcher Form.
Wer mit Hunden jagt, weiß: Sie sind es, die Jagden möglich machen.
Sie sind es, die suchen, finden, anzeigen, halten, nachgehen.
Und sie sind es, die bei Nachsuchen Verantwortung tragen, wo andere längst stehen bleiben.
Vor allem aber sind sie Gefährten.
Lebewesen mit Charakter, Tagesform, Stärken und Schwächen. So wie wir selbst.
Dass nicht jeder Hund an jedem Tag glänzt, gehört zur Wahrheit der Jagd.
Dass Ausbildung Geduld verlangt, ebenfalls.
Dass Frust Teil des Handwerks sein kann, auch.
Doch nichts davon rechtfertigt Respektlosigkeit – und schon gar keine Gewalt.
Die Würde des Hundes ist untrennbar mit der Würde des Hundeführers verbunden.
Wer den Hund herabsetzt, stellt auch die Arbeit derer infrage, die mit Hingabe, Zeit und Herzblut ausbilden, führen und Verantwortung übernehmen.
Der Deutsche Jagdblog steht seit jeher für eine andere Haltung.
Für Ruhe statt Krawall.
Für Einordnung statt Zuspitzung.
Für Jagd als Verantwortung – nicht als Bühne.
Mediale Aufmerksamkeit mag kurzfristig wirken.
Haltung wirkt länger.
Gerade in Zeiten, in denen Jagd öffentlich unter Druck steht, entscheidet nicht die lauteste Darstellung über Glaubwürdigkeit – sondern der respektvolle Umgang mit dem, was uns anvertraut ist. Wild. Hund. Mitjäger.
Der Hund an unserer Seite verdient Respekt.
Nicht, weil er funktioniert – sondern weil er mitgeht.
Und diese Haltung ist nicht verhandelbar.
Ich wünsche dir einen ruhigen Sonntag.
Mit klarem Blick, festen Werten und dem Bewusstsein, dass wahre Jagdgröße sich oft leise zeigt – an der Seite unserer Hunde.

















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