🖋 Ein Gedanke zum Sonntag

Der Januar ist kein Monat für große Versprechen.
Er ist kalt, oft grau und selten einladend. Im Revier bedeutet das leere Ansitze, wenig Bewegung und lange Phasen des Wartens. Genau das macht ihn so ehrlich.

Während draußen vieles stillsteht, drängt sich andernorts der Wunsch auf, alles neu zu ordnen. Besser zu werden. Schneller. Effektiver. Auch in der Jagd. Doch gerade im Winter funktioniert dieses Denken nicht.

Ich sitze, warte und merke, wie wenig sich erzwingen lässt.
Die Kälte kriecht langsam hoch. Die Gedanken werden leiser. Und irgendwann bleibt nichts mehr übrig, was man noch optimieren könnte. Nur der Moment. Und die Frage, wie man mit ihm umgeht.

Nicht jeder Ansitz bringt Wild.
Nicht jeder Gang ins Revier ein Ergebnis.
Manchmal bleibt am Ende nur das Aushalten. Und genau darin liegt eine Lektion, die man nicht überspringen kann.

Der Winter zwingt zur Langsamkeit. Er nimmt Tempo aus allem heraus. Wer sich dagegen wehrt, verliert schneller als er glaubt. Wer es annimmt, beginnt zu verstehen, dass Geduld keine Schwäche ist, sondern eine Haltung.

Vielleicht ist Jagd nicht das, was wir verbessern – sondern das, was uns bremst.

Gerade im Januar zeigt sie uns, dass nicht alles planbar ist. Dass Erfolg nicht immer sichtbar wird. Und dass es Zeiten gibt, in denen man nichts tun kann, außer da zu sein und auszuhalten.

Das ist nicht bequem. Aber ehrlich.
Und vielleicht genau das, was dieser Monat von uns verlangt.

Ich wünsche dir einen ruhigen Januar-Sonntag.
Mit klarer Luft, ruhigem Atem und der Gelassenheit, nicht alles sofort lösen zu müssen.

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