470 Wesley and Richards Titelbild

Ein Bericht von Roland Zeitler und Josef Graf

Mit englischen Doppelbüchsen verknüpft man nicht nur Nostalgie, sondern insbesondere Geist und Sehnsucht nach den legendären Großwildjagden und deren Jägern im ehemaligen englischen Empire vor dem 2. Weltkrieg sowie einige Zeit danach. Eine klassische Doppelbüchse für solche Jagden von Westley Richards aus Birmingham liegt diesem Bericht und Test zugrunde.

Ja, es gibt sie noch, die klassischen englischen Doppelbüchsen nach alter Tradition – überwiegend handgefertigt. Hätte ich die Doppelbüchse von Westley Richards das erste Mal mit geschlossenen Augen in den Händen gehalten, so hätte ich auch gewusst, dass ich eine „Engländerin“ gerade festhalte. Unverkennbar das Feeling dieser Großwildbüchsen. Sagenhaft deren Balance, bei der das Gewicht zwischen den Händen liegt. Im Anschlag spürt man förmlich die Ausgewogenheit dieser Büchsen. Sie liegen ruhig und sicher im Anschlag, schwingen bei Bedarf gleichmäßig mit dem Körper. Jedesmal bin ich begeistert, wenn ich eine dieser Doppelbüchsen handhaben und schießen darf. Zwar besitze ich selbst eine Doppelbüchse in .470 N.E. aus kontinentaler Fertigung, doch meine Sehnsucht und Liebe geht nach England. So war ich begeistert eine Doppelbüchse von Westley Richards aus Birmingham testen zu dürfen. Es handelt sich um eine junge Büchse aus dem Jahr 2018 (Fertigstellung) im beliebten Großwildkaliber .470 N.E., die meinem Freund und Mitautor gehört.

Westley Richards fertigt seine Doppelbüchsen nach „alter Väter Sitte“ überwiegend mit der Hand. Natürlich stehen in Birmingham auch modene CNC-Machinen für die grobe Fertigung von Teilen wie der Basküle. Schließlich sind die Midlands das Industriegebiet Englands. Die endgültige Form sowie die feinen Passungen erfolgen jedoch in Handarbeit und mit Öllampe. Man setzt auf die langjährige Erfahrung sowie das Fingerspitzengefühl der Mitarbeiter und vertraut nicht den Maschinen. Besonders gefragt sind da die Fertigkeiten des Laufgarnierers, denn die beiden Läufe werden im Demiblockverfahren miteinander verlötet und müssen auf die Regulierungsentfernung perfekt zusammenschiessen. Mit heißer Gasflamme wird gearbeitet. Die Schäftung erfolgt natürlich per Hand nach Maß des Kunden. Das Endprodukt erhält zuletzt der „Finisher“, der dafür sorgt, dass die Waffe ein makelloses Finish erhält. Sowohl bei den Metallteilen, als auch beim Nussbaumholz. Eigentlich zu Schade für eine Großwildjagd in Afrika, doch Westley Richards schätzt vor allem Kunden, die auch mit ihren Waffen jagen. Die Testwaffe lag zerlegt im maßgefertigten Waffenkoffer mit Eichenholzrahmen und Leder sowie Canvas. Passgenau fand sie in der Fächern Platz. Dazu noch einiges Zubehör wie Werkzeug, Gewehrriemen, Pufferpatronen, Reinigungsgeräte sowie Ölfläschchen. Mein Freund und Mitautor verzichtete auf eine optische Visierung, da er sie als Stilbruch betrachtet. Noch kann er treffgenau auf die üblichen Schussentfernungen über die offene Visierung zielen. Sicherlich gut für ältere Jäger, ein abnehmbares Rotpunktvisier, das man immer noch montieren könnte. Zu Westey Richards stieß William Anson und John Deeley, die Entwickler des gleichnamigen Kastenschlosses. Um 1890 beschäftigte sich Leslie B. Taylor bei Westley mit einem herausnehmbaren Anson & Deeley Schloss sowie einem Einabzug für Doppelbüchsen. Beides verwirklichte er. Westley Richards erhielt über 75 Patente.

Das Gewicht der Doppelbüchse von 4,9 kg ist dem starken Kaliber .470 N.E. geschuldet und entspricht auch der Empfehlung des berühmten Elefantenjägers John „Pondoro“ Taylor. In seinem Buch „African Rifles and Cartridges“ gibt er als Empfehlung für eine Doppelbüchse in diesem Kaliber 10,5 engl. Pfund an, was 4,8 kg entspricht. Im Laufe der Jahre kam man aus Erfahrungen zu diesem Gewicht, obwohl viele ältere Doppelbüchsen in .470 N.E meist 5,2 kg wogen. Üblicherweise wird eine solche Waffe auf der Safari auf der Schulter getragen, also ohne Gewehrriemen. Tatsächlich ist aber ein Tragen mittels Gewehrriemen viel bequemer und entspannter. Da der vordere Riemenbügel am Laufbündel gerade mal 21,5 cm von der Mündung entfernt ist, lässt sich die Wetley Richards am Riemen sehr angenehm führen. Kommt man in die Nähe von Wild, dann nimmt man für eine schnelle Schussbereitschaft die Büchse sowieso in die Hand. Man kann dann auch den Riemen abnehmen. Mit ihren 61 cm langen Läufen ist die Großwildbüchse 105 cm lang. Läufe mit Vorderschaft wiegen übrigens 2,89 kg, während der Hinterschaft mit der Basküle und den Schlossen 1,96 kg wiegt. Der Schwerpunkt der Waffe liegt exakt bei dem Scharnierbolzen. Ihre Ausgewogenheit im Anschlag ist super. Die Schäftung der Waffe ist klassisch. Verwendet wurde ins Auge springendes Nussbaumwurzelholz mit einer ausgezeichneten Maserung. Die dunklen, flammenden Partien vermischen sich ansprechend mit dem rotbraunen Flächen des Nussbaumholzes. Der Ölschaft wurde natürlich perfekt glatt geschliffen und mit der Hand zigmal geölt. Die Poren wurden geschlossen. Ein typisch englisches Finish mit spiegelblanker Oberfläche, die gut vor Feuchtigkeit schützt. An Pistolengriff und Vorderschaft verleiht die feine, sauber geschnittene Fischhaut unseren Händen einen satten, rutschsicheren Halt. Im Schuss biss sie jedoch nicht in die Haut, sondern gab nur Sicherheit. Der 37 cm lange Hinterschaft hat einen geraden Rücken und eine volumige Backe mit Falz. Er schließt mit einer belederten, gut dämpfenden Gummischaftkappe ab. Der langgezogene Pistolengriff ermöglicht einen sehr schnellen Anschlag und verhindert ein Fingerprellen am Abzugsbügel im Schuss zuverlässig. Das buntgehärtete Pistolengriffkäppchen ist mit Innenfach und Klappe ausgestattet. Den Vorderschaft konnte wir sehr fest greifen. Er lag gut in der Hand und konnte mittels Deeley & Edge Catch – einer Art Schnäpper – abgenommen werden. Der Vorderschaft sitzt spielfrei am Laufbündel. Im buntgehärteten Eisenvorderschaft befinden sich Schlagejektoren nach Southgate, die man auch gerne Holland und Holland Ejektoren nennt. Die Ejektorschlosse bestehen aus wenigen Teilen, mit Antrieb der auf die Auszieher wirkenden Schlagstücke durch Blattfedern. Der Schaft wurde penibel passgenau an die Metallteile angepasst. Die buntgehärtete Stahlbasküle entspricht in ihren Dimensionen dem starken Laufbündel. Sie wurde formschön mit ansprechender Muschelierung gestaltet. Die Kanten der Basküle wurden ansprechend gerundet. Die Rückseite zum Hinterschaft weist vier geschwungene sowie unterschiedlich große Bögen auf. Eine schöne Besonderheit dieser Waffe, da bei den meisten Doppelbüchsen von Westley Richards die Baskülenhinterseite gerade verläuft. Üblich der Öffnungshebel auf der Baskülenoberseite und der Sicherungsschieber auf der Scheibe. Es handelt sich um eine Abzugssicherung. Den Schieber konnten wir mit dem Finger perfekt bedienen. Verriegelt wird das Laufbündel mit doppelten Laufhaken und Keilen sowie mittels Doll´s Head. Die Schienenverlängerung mit einem „runden Kopf“ greift in eine Ausnehmung der Basküle. Nach unten verjüngt sich diese kreisförmige Ausformung und weist eine Nut auf, in die ebenfalls ein Stollen greift. Eine sehr stabile Verriegelung, die den Abzieh- und Abkippbestrebungen im Schuss bestens entgegenwirkt. Der Dolls Head trägt tatsächlich und zieht das Laufbündel zurück. Bei den meisten Waffen ist das heute nicht mehr der Fall. Der Verschluss hat sich über rund 100 Jahren bestens bewährt. Bei abgenommenen Vorderschaft kann man am Baskülenende einen Drücker erreichen, der bei Betätigung die Verriegelung der Baskülenklappe auf der Unterseite aufhebt. Nach deren Öffnen lassen sich die beiden Schlosse, die sich in beidseitigen Hohlräumen der Basküle befinden, herausnehmen. Westley Richards nennt diese Konstuktion „hand-detachable-lock action“. Heute allgemein als Westley Droplock bezeichnet. Damit können die Schlosse sehr schnell und einfach gegen ein Duplikat getauscht werden. Bei einem Federbruch oder einem sonstigen Schlossdefekt ist das besonders in Gegenden von enormen Vorteil, in denen man nicht mit einem Taxi zum nächsten Büchsenmacher fahren kann, aber man trotzdem weiterjagen möchte. Die wenigen Teile sind auf einer Platte angeordnet. Das Schlagstück wird von einer schnellen Blattfeder angetrieben. Das Schloss ist ferner mit einer Fangstange ausgerüstet, um ein Doppeln zu verhindern. Nach hinten reicht die Abzugsstange bis zu den Abzügen. Die Schlagbolzen wurden vom Stossboden aus in der Basküle verschraubt. Sie haben keine Feder und sind somit nicht selbständig rückspringend. Sicherlich bestehen die Vorteile der Droplock Schlosse in ihrer schnellen Wechselmöglichkeit sowie ihrer robusten Ausführung mit nur wenigen Teilen. Die Büchse ist mit einem Doppelabzug, mit Rückgelenk im vorderen Abzug ausgestattet. Damit lässt sich jedes Schloss von einem separaten Abzug auslösen. Jedoch sind auch solche Doppelbüchsen mit einem Einabzug bekannt. Ernest Hemingway hatte eine im Kaliber .577 N.E. mit Einabgzug. Heute zu besichtigen im Curry Mansion Inn auf Key West (USA). Ebenfalls hatte die Doppelbüchse des berühmden Elefantenjägers James Sutherland einen Einabzug. Sie ist heute im Museum von Westley Richards in Birmingham zu besichtigen.

Das Laufbündel der Testwaffe wurde im Demiblockverfahren garniert. Dabei werden die beiden Läufe mit jeweils hälftigen Laufhaken mit Reifen und Schienen miteinander unter der heißen Gasflamme verlötet. Der für die Justierung nötige Mündungskeil ist weder sichtbar, noch steht er über. Die 61 cm langen Läufe verjüngen sich zur Mündung hin auf einen Mündungsdurchmesser von 17,2 mm. Die Mündungsbreite über beide Läufe hinweg beträgt 38 mm. Zwischen den Läufen befindet sich eine Drittelvisierschiene und an der Mündung ein Kornsattel. Die Visierschiene wurde graviert und nicht guillochiert um Lichtreflexe zu vermeiden. Installiert wurde ein Expressvisier mit einer Standkimme in Schmetterlingsform, eingeschossen auf 50 m, sowie 2 Klappen mit Rundausschnitten für die Entfernungen von 100 und 150 m. Auf der Standkimme befindet sich ein goldenes Dreieck und auf den Klappen jeweils ein goldener Mittelstrich, um die Kornaufnahme zu erleichtern. Das silberne Feinkorn auf dem Sattel ist 2,5 mm stark. Der massive Kornschutz lässt sich nach hinten umlegen. Danach kann man vor das Feinkorn ein 4,5 mm starkes Dämmerungskorn mit weisser Perle hochklappen. Dieses ist ideal für präzise, aber auch schnelle Schüsse auf kurze Entfernungen. Auf Standkimme und Klappen findet man die Entfernungsangaben. Mit der Visierung lässt es sich ausreichend präzise visieren. Vor allem auf die üblichen Schussdistanzen auf Großwild, die in der Regel zwischen 8 und 60 m liegen. Darüber hinaus schießt man kaum mehr auf wehrhaftes Wild. Mein weitester Schuss mit der .470 N.E. auf Wild war rund 140 m mit der offenen Visierung. Allerdings schoss ich damals noch sportlich Ordonanzgewehr mit offener Visierung. Mein kürzester Schuss auf wehrhaftes Wild lag bei rund 9 m. Sicherlich haben ältere Augen ihre Probleme mit der offenen Visierung. Geht es über 50 m hinaus, dann ist ein präziser Treffer oft fraglich und der Schuss muss unterbleiben. Ein montiertes Rotpunktvisier hilft dann schon viel weiter. Die beiden Abzüge stehen sehr trocken und brechen wie Glas. Nach dem Schuss fallen sie merklich nicht durch. Jedoch sind die gemessenen Abzugswiderstände von 2450 und 3100 g im Mittel für den vorderen und hinteren Abzug sehr hoch. Daran muss man sich gewöhnen, was ohne Übung auf dem Schießstand nicht geht. Bei guter Konzentration auf das Abziehen kam ich aber gut damit zurecht. Sie sind so hart, um ein ungewolltes Auslösen durch Unachtsamkeit zu verhindern. Ferner auch damit kein Doppeln eintritt. Ebenfalls findet man in vielen afrikansichen Jagdgebieten einen sehr feinen Staub, der bei langer Safaridauer durchaus in ein Schloss kriechen und somit die Schlossfunktion beeinträchtigen kann. Bei etwas mehr Rastgriff sicherlich unproblematisch, aber eben mit hartem Widerstand bezahlt. Westley Richards Doppelbüchsen führten viele bekannte Großwildjäger wie John Taylor, James Sutherland, Bert Schulz oder Johan Calitz über Jahrzehnte hinweg in Afrika oder Indien. Sie sammelten Erfahrungen, die sie gerne an die englischen Waffenhersteller weitergaben. Westley Richards kennt seine Waffen und weiß, welchen Strapazen sie in (sub-)tropischnen Jadgebieten ausgesetzt werden und welche Anforderungen an Schlosse und Abzüge zu stellen sind. Erfahrungsgmäß muss ich aber auch sagen, dass ich einige Doppelbüchsen in Großwildkalibern in Händen gehabt habe, deren Abzugswiderstände sogar über 5 kg lagen. Es ist auch bekannt, dass Doppelbüchsen trotz Fangstangen in Afrika doppelten. In der Regel wegen zu leicht eingestellten Abzugswiderständen. Natürlich auch oft wegen Fehlbedienung mittels Griff in beide Abzüge beim Abziehen bzw. Abrutschen des Abzugsfingers auf den 2. Abzug im Schuss. Der geräumige Abzugsbügel lässt ein Schießen mit dünnen Lederhandschuhen problemlos zu. Er setzt sich über die Pistolengriffunterseite bis zum Pistolengriffkäppchen hin fort.

Wie zu erwarten wurde die Doppelbüchse ausgezeichnet gearbeitet. Die Passungen stimmen und Schrauben stehen auf Strich. Alle Metallteile wurden spiegelblank poliert, fehlerfrei brüniert, nitiriert oder buntgehärtet. Werkzeugspuren findet man keine. Auch die Schlosse zeugen von penibler Arbeit. Sie erhielten einen Sonnenschliff. Ebenso ist der Schaft nur ein „Augenschmaus“ mit edlem englischen Finish. Basküle und Pistolengriffkäppchen wurden ansprechend buntgehärtet, ebenso der Eisenvorderschaft. Die Klappe an der Basküle ist jedoch schwarz brüniert. Geschmackvoll wurde die Waffe mit typisch englischen Arabesken und Ranken verschönert. Gravuren befinden sich auf der Baküle einschließlich Klappe, Abzugsbügel, Visierschiene, auf der Laufschiene kurz vor dem Visersattel, dem Kornschutz, Eisenvorderschaft und Öffnungshebel. Auf der Laufschiene wurde die Herstellerangabe „Westley Richards & Co. England“ in Gold eingelegt. Ebenfalls auf den Baskülenseiten. Die Waffennummer in Gold findet man auf der Abzugsbügelverländerung.

Wir haben die Doppelbüchse mit verschiedenen Laborierung (Norma 32,4 g Woodleigh TM und VM, Westley Richards 32,4 g Woodleigh TM und Solid sowie einer alten Handladung mit 32,4 g Barnes TSX FB und 32,4 g Nosler Solids Probe geschossen. Auf die Ladedaten verzichte ich, da das Pulver nicht mehr erhältlich ist. Da unsere Augen schon viele Jahre ihren Dienst getan haben, wählten wir die Prüfentfernung von 50 m. Geschossen wurde sitzend aufgelegt, vom Dreibeinzielstock und stehend freihändig. Wie wir schnell festellten, schossen alle verwendeten Laborierungen jagdlich brauchbar zusammen. Der ein oder andere Versatz von wenigen Zentimetern fällt da nicht ins Gewicht, da er auch schützenbedingt gewesen sein könnte. Den zunächst leichten Rechtsschuss korrigierten wir durch geringes Verschieben des ansonsten gesicherten Expressvisiers in der Nut. Die ersten beiden Schüsse nach der Visierkorrektur mit Norma Patronen mit TM- und VM-Geschossen lagen gerade mal 2 cm auseinander. 3 hintereinander abgegebene Schusspaare (4 Schuss TM und 2 Schuss VM) hatten einen Streukreis von 3,7 cm, was ganz ausgezeichnet ist. Erst danach machte sich die Lauferwärmung durch Streukreisvergrößerung bemerkbar. Mit Westley Richards Patronen mit 4 TM und 2 VM Geschossen lag der Gesamtstreukreis bei 6,3 cm und mit der genannten Handladung bei 5,2 cm (4x Barnes TSX FB und 2x Solids). Noch ein Wort zur Schussleistung von Doppelbüchsen, die weder Mitteldistanz- noch Long Range Büchsen sind. Sie muss den jagdlichen Anforderungen entsprechen und das tut sie bei der Testwaffe in exzellenter Weise. Natürlich ist in den Streukreisen auch die Schützenstreuung mit der offenen Visierung beinhaltet. Es sei angemerkt, dass die Waffe sich problemlos schießen ließ und der Rückstoß gut verkraftbar war. Mündungshoch- und Seitenschlag hielten sich in geringen Grenzen, so dass der 2. Schuss schnell nach dem 1. Schuss abgefeuert werden konnte.

Die Funktion der Büchse war einwandfrei. Man spürte förmlich die hervorragende Arbeit, etwa beim Abkippen und Schließen der Läufe. Das war ein Gefühl, wie wenn alles auf Kugellagern laufen würde. Saugender Verschluss wie bei einer Tür eines Rolls Royce. Auf solch eine Waffe kann sich der Jäger verlassen, auch wenn es um Leben und Tod geht. Westley Richards, hat offensichtlich die Geheimnisse der Waffenfertigung von Generation zu Generation über 200 Jahre weitergegeben und an den Werkbänken stehen noch engarierte Mitarbeiter mit „Know how“ und Gefühl für ihre Arbeit. Heute sicherlich eine Seltenheit, die eben auch bezahlt werden muss.

Technische Daten

Doppelbüchse Westley Richards
Kaliber Testwaffe .470 N.E.
System Westley Richards mit Stahlbasküle und entnehmbaren Westley Drop Lock Schlossen
Verriegelung Doppelte Laufhaken und Doll´s Head
Laufbündel Demiblock mit Drittelvisierschiene
Visierung Expressvisier mit Standkimme und 2 Klappen, Feinkorn und Dämmerungskorn, umklappbarer Kornschutz
Abzüge Doppelabzüge, vorderer Abzug mit Rückgelenk
Abzugswiderstände 2450 und 3100 g
Sicherung Abzugssicherung mit Schieber auf der Scheibe
Schaft Nussbaumölschaft, Hinterschaft mit geraden Rücken, Backe mit Falsz, belederter Gummischaftkappe, Vorderschaft mit Delley & Edge Catch, Fischhaut
Lauflänge 61 cm
Waffenlänge 105 cm
Waffengewicht 4,9 kg
Beste Schußleistung (6 Schuß/50 m) 3,7 cm
Besonderheiten Bunthärtung von Basküle, Pistolengriffkäppchen, Eisenvorderschaft, Arabesken- und Ranken-Gravur
Zubehör Waffenkoffer mit Eicheholzrahmen und Canvas mit zahlreichen Zubehör wie Pufferpatronen, Reinigungsgeräte, Gewehrriemen, Ölfläschchen und Werkzeug
Hersteller Westley Richards & Co. Ltd., Birmingham/England
www.westleyrichards.com
Preis auf Anfrage
470 Nitro Wesley Richards

Passende Jagdausrüstung (Anzeige)

Titelbild PEACE ORS-1

PEACE ORS-1

BLASER R8 Ultimate Carbon

BLASER R8 Ultimate Carbon

1MOA-VELUM-Signaturdampfer-MSD-3-HD-Titan-Kalibergruppe-30-II

VELUM MSD-3

BLASER-R8-Silence-Black

BLASER R8 Blackout

About the Author: Josef Graf

Josef Graf ist unser Experte für das Thema Kurzwaffenschiessen und die Auslandsjagd in Afrika. Er kann auf eine langjährige Erfahrung als Großwildjäger und Jäger der Big Five zurückschauen. Neben seiner Passion für das Kurzwaffenschießen und Großwildbüchsen, hat Josef zudem ein profundes Wissen rund um klassische Jagdwaffen, die er leidenschaftlich sammelt.